 |
|
 |
Historie
|
 |
|
|
 Prof. Dr. Robert Hohlbein |
|
Professor Robert Hohlbein war Chefarzt der Frauenklinik in Stralsund von 1961 bis zu seinem Tode 1976. Er wurde am 28. April 1916 in Heyerode (Eichsfeld) geboren. Als Schüler von Robert Ganse war er der Zervixpathologie und Kolposkopie in besonderem Maße verpflichtet. Unter R. Hohlbein wurden die Stralsunder Kolposkopiekurse als periodische Weiterbildungsveranstaltungen eingeführt. Im Gegensatz zu M. Worm, der der Zytologie lange skeptisch gegenüberstand, führte Professor Hohlbein diese in Stralsund ein. Außerdem erfolgte unter seiner Leitung ein Wechsel hin zu den abdominalen Operationstechniken beim Gebärmutterhalskrebs unter Einschluss der Lymphknotenexstirpation.
Als leitender Oberarzt übernahm Dr. Manfred Schulz 1976 während der Erkrankung seines Chefs kommissarisch für mehrere Monate die Leitung der Frauenklinik bis zum Amtsantritt von Professor Jürgen Heinrich im Januar 1977. |
|
|
| Jürgen Heinrich wurde am 02.04.1937 in Hamburg geboren. Er erlebte die Nachkriegsjahre bis zum Abitur in Güstrow und studierte bis 1964 in Leipzig. Es folgte die Fachausbildung unter G. Seidenschnur in Rostock-Südstadt. Nach der Habilitation an der Universität Rostock 1972 erhielt er 1989 eine Honorarprofessur an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Professor Jürgen Heinrich leitete die Frauenklinik von 1977 bis zu seinem Ruhestand im Frühjahr 2002. Unter seiner Leitung wurde 1977 die Geburtsüberwachung durch Kardiotokographie und Fetalblutgasanalyse eingeführt. Im gleichen Jahr erfolgten die ersten diagnostischen und interventionellen Laparoskopien in Stralsund. Die Jahre zwischen 1977 und 1989 waren mit gleichbleibend hohen Geburtenzahlen über 2000 pro Jahr deutlich durch Geburtshilfe und Perinatologie dominiert. Mit der politischen Wende 1989 und dem Wegfall des staatlichen Dirigismus im Gesundheitswesen der DDR wurde eine umfassende Ausweitung des Leistungsspektrums möglich, insbesondere der Aufbau der Mammachirurgie. |
|
| Am 30.04.2003 übernahm Dr. med. Frank Ruhland die Leitung der Frauenklinik Stralsund. Frank Ruhland wurde am 12.02.1963 in Bad Liebenwerda geboren. Nach dem Abitur an den Franckeschen Stiftungen Halle/Saale studierte er bis 1989 Humanmedizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nach erfolgreicher Facharztausbildung am Müritz-Klinikum Waren mit Zwischenstationen in Halle/Saale, Rostock und Schwerin sowie der Dissertation an der Humboldt-Universität Berlin spezialisierte er sich auf den Gebieten "spezielle Geburtshilfe/Perinatologie" und "operative Gynäkologie". Unter seiner Leitung wurden sowohl mit der onkochirurgie des kleinen Beckens als auch mit der familienorientierten Geburtshilfe neue Akzente gesetzt. |
|
| Die Mammachirurgie einschliesslich plastisch-rekonstruktiver Maßnahmen, Brustverkleinerungen und -vergrösserungen sowie Angleichungen bei Asymetrie ist Schwerpunkt der operativen Tätigkeit. Weitere wesentliche Aufgabengebiete sind onkologische Eingriffe im Bereich des kleinen Beckens um im Bereich der Vulva, Harninkontinenzoperationen (insbesondere TVT), endoskopische Eingriffe sowie die familienorientierte Geburtshilfe. Für spezielle Verfahren wie weiterführende geburtshilfliche Ultraschalluntersuchungen inklusive vorgeburtliche Herzuntersuchung, Dopplersonographien, invasive Diagnostik (Fruchtwasser-, Plazenta- und Nabelschnurpunktionen) sowie Mammasonographie liegt eine Ermächtigung für den amtierenden Chefarzt vor. Die Frauenklinik Stralsund ist als onkologische Schwerpunktklinik Teil des Tumorzentrums Vorpommern e.V. und besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung. Dank hochfrequentierter Spezialsprechstunden ist die Frauenklinik Ausbildungszentrum für Pränataldiagnostik und Mammasonographie. |
|
| zurückblättern |
|
|
|
|
 |